Ammler stimmen bald über eine Fusion ab.
Amden steht bei der Fusionsfrage unter Zugzwang. Nach einer schriftlichen Anfrage Weesens will die Gemeinde die
Bevölkerung abstimmen lassen.
Von Marc Allemann
Amden. – Amden prescht vor. Am 3.März 2013 sollen die rund 1300 Stimmberechtigten die Gretchenfrage
beantworten: «Wie steht Amden zu einer Fusion?» Abgestimmt wird über eine Fusion mit Weesen – oder über eine Fusion mit Weesen und Schänis.
Das Dorf muss Farbe bekennen Wie auch immer das Urteil der Ammler ausfallen wird – der Entscheid hat keinen verbindlichen Charakter. Es handle sich um eine Konsultativabstimmung, heisst es in der aktuellen Ausgabe der «Ammler Zitig».
Der Gemeinderat wird erst nach der Abstimmung das weitere Vorgehen festlegen. «Amden muss Farbe bekennen», erklärt Gemeindepräsident Urs Roth den plötzlichen Aktivismus. Nach einer schriftlichen Anfrage Weesens steht das Dorf unter Zugzwang.
Vor der Abstimmung will die Gemeinde noch eine Diskussion in Gang bringen. Am kommenden 12. November steht ein Diskussionsabend auf dem Programm.
Amden will es plötzlich wissen und stellt die Gretchenfrage
Amden verzichtetauf ein gemeinsames Vorgehen mit Weesen und Schänis. Es stellt
den Einwohnern die Fusionsfrage im Alleingang. Bevor man ein teures Projekt ausarbeite,
wolle man die Bevölkerung hinter sich wissen.

Von Marc Allemann
Amden. – Klein, weg vom Schuss und stolz ist das Dorf Amden, das über
dem Walensee thront. Während Weesen in letzter Zeit immer offensichtli-
chere Annäherungsversuche wagte, zierte sich Amden bisher mit der Beantwortung der Fusionsfrage. Das Thema werde im Gemeinderat diskutiert, hiess es stets.
Plötzlich geht es nun Knall auf Fall. Am 3. März 2013 dürfen die Ammler sagen, ob sie fusionswillig sind. Auf dem Stimmzettel werden drei Antworten zur Verfügung stehen: keine Fusion, eine Fusion mit Weesen alleine oder eine Vereinigung mit Schänis und Weesen.
Beitrag Südostschweiz, Ausgabe Gaster und See, Donnerstag, 04. Oktober 2012

